Jul

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Crotone (21 von 3)  Bei dem Studium des Revierführers für Süditalien bemerken wir die wenigen in Frage kommenden Häfen während unserer Fahrt an der Südküste Calabriens. Wir brechen noch vor Mittag auf für eine Nachtfahrt, die uns quer über die Straße von Messina, am Cap dÁmi vorbei Richtung Crotone führt. In der großen Bucht davor, dem Golfo di Squillace ist nachts haüfig stärkerer Wind aus nördlichen Richtungen zu erwarten. So auch diese Nacht. Es frischt ordentlich auf und wir müssen 2 mal Reffen. Bei mäßiger Welle machen wir gute Fahrt und sind früh morgens in Crotone. Der Hafen und die Stadt versprechen laut Revierführer nicht all zu viel. Zu unserem Erstaunen ist es hier aber netter als angenommen. Da das Wetter für eine Weiterfahrt die folgenden Tage nicht so angenehm ist, entscheiden wir uns länger zu bleiben.

Auf dem Nachbarboot, dass wir schon die Nacht vorher die ganze Zeit erst hinter uns und später vor uns hatten sind 2 sehr nette Amerikaner. Crotone (20 von 3)Schnell freunden wir uns an und verbringen die nächsten 2 Abende mit ihnen. Brian, der Skipper, hat eine HanseBoot 49 und ist ein gelernter Rennyachtfahrer. Zu unserer Beruhigung gesteht er, dass er anfangs den Motor mitlaufen hatte und erst später nur unter Segeln lief, womit sein Aufholen erklärt wurde. ;-) äußerst freundlich von ihm.

Später nennt er mich seinen „german brother“, da wir doch viele Gemeinsamkeiten an uns festgestellt haben. Der andere, Thomas, ist gelernter und 17 Jahre praktizierender Rechtsanwalt. Vor 3 Jahren hat er alles hingeschmissen und ist nun Koch und nach seinem bekunden viel erfüllter von seiner Tätigkeit, die er scheinbar auch ganz erfolgreich vermarktet. Interessante Kerle, die Zwei. Bei der vorherrschenden Hitze hier fällt jede Aktivität schwer. Wir drücken uns im Schatten herum und machen uns erst abends auf in die Stadt, die sich erst ab 22h mit richtig Leben füllt. Die Temperaturen sind dann aber immer noch um die 27 Grad.

Crotone (22 von 3)Für die Weiterfahrt entscheiden wir uns gegen den Besuch der Stiefelhacke und für das direkte Ansteuern von Corfu in Griechenland. So wie es zur Zeit aussieht, müssen wir als deutsches Boot ja nicht unbedingt damit rechnen, von Küstenbatterien unter Feuer genommen zu werden. Mal sehen, wie sich alles entwickelt….

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